Formfasern
Das Formfaser-Material entsteht bei einer Produktionsmethode, bei der bis zu 100% Altpapier in Wasser zu feinen Fasern aufgelöst wird, die dann gepresst und getrocknet und so in die entsprechende Form gebracht werden. Nachdem die Verpackung getrocknet ist, wird sie noch einmal gepresst und dann bedruckt. Die in diesem Prozess eingesetzten Maschinen sind an ein geschlossenes Wasserkreislaufsystem angeschlossen, in dem das Wasser wieder aufbereitet und zur erneuten Nutzung bereitgestellt wird.
Formfasern können in fast alle erdenklichen dreidimensionalen Formen gebracht werden und weisen dabei viele vorteilhafte Eigenschaften auf. Das Endprodukt sind leichtgewichtige und gleichzeitig stabile Verpackungen, die ausgesprochen gute Stoß absorbierende Eigenschaften haben. Sie sind in verschiedenen Farben oder speziellen Fasermixturen erhältlich. Für den Einzelhandel können gewisse Produkte auch bedruckt werden.
Die Formfaser-Technologie lässt sich in zwei Kategorien einteilen:
Verpackungen aus groben Formfasern sind aus 100% recycelten Fasern, die z.B. aus Zeitschriften, Magazinen und Karton gewonnen werden. Grobe Formfasern werden typischerweise in Getränkebecherhaltern, Eierverpackungen und verschiedenen Obst- und Gemüseverpackungen eingesetzt.
Die Technologie für glatte Formfasern findet bei der Herstellung von Chinet® Tellern und Schalen für den Foodservice- und Einzelhandelssektor Anwendung. Dieses stabile Produktsortiment ist sowohl biologisch abbaubar als auch kompostierbar. Die glatte Oberfläche kann bedruckt, etikettiert oder mit einer Prägung versehen werden. Auch eine Kunststoffbeschichtung ist möglich.
